"Eine scheinbar banale Aussage. Ich las sie einmal als Motto einer Kunstausstellung und sie kam mir wieder in den Sinn, als ich gefragt wurde, ob ich meine Bilder in der Schule ausstellen würde, an der ich fast ein Vierteljahrhundert als Lehrer gearbeitet habe."

Johannes Lengert, Kollegen und sehr vielen Ehemaligen als Deutsch- und Erdkundelehrer noch sehr gut im Gedächtnis, widmet sich seit rund 10 Jahren wieder einer alten Leidenschaft - der Malerei. "So hat mich die Vergangenheit wieder eingeholt. Jetzt verbindet sie sich mit zwei baugeschichtlichen Ereignissen, zum einem mit dem hundertjährigen Bauhausjubiläum und und zum zweiten mit der inzwischen 66jährigen Geschichte des heutigen Niederrhein Kollegs."
Die Verbindung findet sich in der Person des Architekten Oswald Matthias Ungers. Ungers hat in der Zeit von 1953 bis 1958 wesentliche Erweiterungsbauten des Niederrhein-Kollegs gestaltet. "Die Beschäftigung mit der Geschichte des Bauhauses, der Blick auf meine „alte Schule“ aus einer gewissen zeitlichen Distanz, durch die häufig erst das architektonisch Besondere bewusst wird, und das Angebot, einige Bilder von mir auszustellen, haben mich dazu angeregt, auch neue Bilder zu malen, die gezielt auf die Ungersche Formgestaltung Bezug nehmen und gleichzeitig mit den Grundfarben spielen, wie sie das Bauhaus zum Lehrprinzip erhoben hat."

Die Werke von Johannes Lengert sind ab 18. Juni im Erdgeschoss des Neubaus zu sehen. Seine Ausstellung wird über das diesjährige Sommerfest bis mindestens zu den Sommerferien zu sehen sein.